Berberitze, Gewöhnliche (Berberis vulgaris)
Synonyme: Sauerdorn, Baißelbeere, Essigbeere, Spitzbeere, Weinscharln
Pflanze: bis 3m hoher Strauch, bogig hängende Zweige mit dreiteiligen Blattdornen, Holz (gelb), Rinde und Wurzel giftig
Blätter: wechselständig oder büschelig, verkehrt eiförmig bis 4cm lang, stachelig gezähnt, orangerote Herbstfärbung
Blüten: Mai/Juni, gelb, stark duftend in langen (7cm) hängenden Trauben, bei Fremdbestäubung besserer Fruchtertrag
Standortansprüche: Berberitzen sind in ihren Ansprüchen wenig wählerisch und auch für Pionierstandorte geeignet. Sie sind kalkliebend.
Früchte: ab August umfärbend aber noch schwach giftig. Vollreife ab September, leuchtend rot, länglich oval, zwei bis drei Samen, säuerlich
Inhaltsstoffe: Vitamine C, Carotinoide, Fruchtsäuren, Zucker
Verwertung: reife Früchte sowohl frisch als auch als Saft, Gelee und Marmelade, für Reisgerichte, getrocknet als Tee
Ökologischer Wert: Zahlreiche Vogelarten schätzen den Strauch als Nist- und Schutzort sowie die Früchte bis in den Winter als zusätzliche Nahrungsquelle.
Weitere Arten: Koreanische Berberitze (B. koreana): bis 2m hoch, reich blühend und fruchtend, leichter zu erntende, leuchtend rote Früchte; für höheren Fruchtertrag zwei Sorten pflanzen ‚Rubin‘, ‚Aziza‘: selbstfruchtbar
Quelle: Peter Fischer-Colbrie, et al. (2019): Seltenes.Besonderes.Wildes Obst im Garten, Wien Österreichische Gartenbau-Gesellschaft
Text: Jakob Tschiedel
Foto: Pixabay


