Sanddorn (Hippophae rhamnoides)
Synonyme: Gewöhnlicher Sanddorn, Sandbeere, Seedorn, Weidendorn, Fasanbeere, Sprengbeere
Pflanze: Höhe 4 – 6m, Sorten 1,5 – 4m, Kurztriebe mit Sprossdornen, bildet Ausläufer
Blätter: wechselständig, weidenähnlich schmal, bis 7 cm lang, silbriggrau
Blüten: März/April, zweihäusig, gelblich, unscheinbar, Windbestäubung
Standortansprüche: Sanddorn bevorzugt vollsonnige Standorte und lockere, tiefgründige Böden. Er ist frosthart, hitzebeständig und windfest.
Früchte: gelbe bis rote Schein-Steinfrüchte, oval, 6 – 8mm lang, Reife Juli bis September
Inhaltsstoffe: hoher Vitamin C-Gehalt, Provitamin A, Vitamin E (vom Verhältnis her ideale ACE-Frucht), Carotin, Mineralstoffe, Fruchtsäuren, Zucker
Verwertung: vollreif frisch genießbar, zur einfachen Ernte abgeschnittene Fruchtzweige tiefgefrieren, nach drei Tagen Beeren abschlagen und weiterverwenden zu Fruchtmark, Marmelade (gute Mischmarmelade mit Quitte), Gelee, Fruchtsaft, Likör, Früchtetee
Ökologischer Wert: Die Früchte sind im Winter willkommene Vogelnahrung. Er ist die einzige Futterpflanze des Sanddornschwärmers.
Sorten: zahlreiche weibliche Fruchtsorten im Handel, für eine gute Befruchtung ist für 6-10 weibliche Pflanzen eine männliche notwendig
‚Orange Energy‘: große, gelbe Früchte (September), sehr dekorativ, schnittfähig
‚Frugana‘: Fruchtreife August, hellorange, milder Geschmack
‚Leikora‘: große dunkelorangefarbige Früchte, Reife September
‚Hergo‘: hoher Ertrag, Früchte hellorangefarbig
‚Pollmix 1-4‘: männliche Befruchtersorten
Quelle: Peter Fischer-Colbrie, et al. (2019): Seltenes.Besonderes.Wildes Obst im Garten, Wien Österreichische Gartenbau-Gesellschaft
Text: Jakob Tschiedel
Foto: Pixabay


